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Energiepass für Gebäude
Ab 2008 wird er Pflicht, der Energiepass für Gebäude! Der Energiepass ist ab 2008 bei der Vermietung, dem Verkauf
oder dem Bau einer Immobilie vorzulegen und muss bei öffentlichen Gebäuden über 1.000 m² an gut sichbarer Stelle angebracht werden. Die Pässe haben eine Gültigkeit von 10 Jahren und deren
Erstellung kann bereits jetzt beauftragt werden.
Was ist der Energiepass?
Der Energiepass ist eine Art Ausweis für ein Gebäude: Er dokumentiert alle wichtigen Kenndaten, die Einfluss auf den
Energieverbrauch haben. Grundlage für die Bewertung des Gebäudes im Energiepass ist der Primärenergiebedarf. Dabei werden der bauliche Standard und die
Heizungsanlage berücksichtigt, aber auch wie umweltfreundlich und effizient die für Heizung und Warmwasser benötigte Energie erzeugt wird. Somit können die Auswirkungen des Gebäudebetriebs auf die
Umwelt bewertet werden.
Ebenfalls wichtig sind die zusätzlichen Informationen über den Heizwärmebedarf, also die bauliche Qualität und über die so
genannte Anlagenaufwandszahl, in der sich die Effizienz der Anlagentechnik widerspiegelt.
Damit zeigt der Energiepass zugleich an, wo Ihr Gebäude verbessert werden kann, damit Sie nicht unnötig durch
Energiekosten als “zweite Miete” belastet werden.
Wem und wie nützt der Energiepass?
Der Energiepass nützt nicht nur Eigentümern, sondern auch Mietern.
Den meisten Menschen ist ihr Energieverbrauch unbekannt, obwohl er nicht selten ihr monatliches Budget erheblich belastet. Hier
schafft der Energiepass Abhilfe. Denn er gibt auf leicht verständliche Weise Auskunft über die Höhe der “zweiten Miete” und bietet so eine wichtige Entscheidungshilfe wenn es um
Anmietung oder Kauf von Wohnraum geht.
Für den Gebäudeeigentümer zeigt der Energiepass auf, wie er den Wert seiner Immobilie verbessern kann. Eine gute Bewertung des
Gebäudes kann Vermietung und Verkauf erleichtern.
Der Energiepass bietet nicht nur Informationen über die energetischen Qualitäten einer Immobilie, sondern gibt auch
Hinweise, wie Schwachstellen beseitigt werden können, über die viel Wärme verloren geht. Die Modernisierungs-Tipps zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf.
Selbst Ihr eigenes Verhalten als Wohnungsnutzer können Sie in vielen Fällen mit Hilfe des Energiepasses überprüfen. Die
errechneten Werte können von Ihrem gemessenen Verbrauch abweichen.
Wenn Ihr Energieverbrauch jedoch deutlich höher ist, als er laut
Energiepass sein sollte, können Sie oft z.B. durch richtiges Lüften und Heizen viel zur Effizienzsteigerung beitragen.
Weicht Ihr persönlicher Verbrauch stark “nach unten” ab, gehören Sie wahrscheinlich schon zu denen, die Energie effektiv zu nutzen
wissen.
Warum wird der Energiepass eingeführt?
Ein Drittel des deutschen Energieverbrauchs wird immer noch für Raumwärme und
Warmwasserbereitung “verheizt”. Das führt nicht nur zu hohen Umweltbelastungen, sondern auch zu unnötigen Kosten, die
Hauseigentümer oder Mieter zu tragen haben.
Denn Energieeinsparungen sind meist wirtschaftlich durchaus sinnvoll.
Der Energiepass lässt die bestehenden Möglichkeiten für jeden erkennbar werden. Dadurch wird die Markttransparenz auf dem
Immobilienmarkt gesteigert und es werden Anreize für die energetische Sanierung des Gebäudebestands geschaffen.
Als wichtigste Information weist der Energiepass den Kennwert über den Primärenergiebedarf ihres Gebäudes aus. Dieser Wert
umfasst die im Gebäude selbst benötigte Energie für Heizung und Warmwasserbereitung sowie die Energie, die für die Aufbereitung und den Transport des Energieträgern zum Gebäude aufgewendet
werden musste.
Über die aufgenommenen allgemeinen Gebäudedaten kann sich Ihr Haus mit dem Energiepass eindeutig ausweisen.
Der Energiepass informiert Sie über die Qualität der Gebäudehülle; also aller Außenbauteile. Wie gut ist der Dämmstandard, gibt es
Wärmebrücken, und wie ist es um die Luftdichtheit bestellt?
Oder ist die Qualität der Anlagentechnik bei Ihrem Haus entscheidend? Nicht nur der Wärmeerzeuger selbst spielt dabei
einen Rolle, sondern auch sein Aufstellungsort, Länge und Dämmqualität der Rohrleitungen, die Effizienz der Pumpen sowie die Güte von Heizflächen und Thermostatventilen etc.
Mit dem Hinweis auf den Endenergiebedarf erfahren Sie etwas über die Kosten, die Sie für die Wärme in Ihrem Haus zu erwarten haben.
Die CO2 - Emissionen geben Auskunft über die Umweltbelastung, die damit verbunden ist.
Die wenigsten Gebäude sind heute so effizient wie sie sein könnten. Darum bietet der Energiepass Modernisierungstipps, wie
Primärenergiebedarf und die CO2 - Emissionen abgesenkt werden können, der Umwelt zuliebe, aber auch, um Ihren Geldbeutel zu entlasten sowie Wert und Komfort Ihres Gebäudes zu erhöhen.
Wie sieht der Energiepass aus?

Jeder kennt inzwischen die Energieeffizienzklassen der so genannten “weißen Ware”, wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Ähnlich soll auch der Energiepass für Gebäude aussehen.
Die Zuordnung eines Gebäudes zu einer von neun Klassen bietet schnelle Information über seine Qualität. Die besten sind im grünen
Bereich in der Klasse A, die schlechteren im roten Bereich bis zu Klasse 1 (sehr schlecht) zu finden.
Neben dem Label für die schnelle Orientierung soll der Energiepass
natürlich auch noch weitergehende Informationen bieten, die für den Nutzer von Interesse sind.
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